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Handy-TV via DMB in fünf Städten gestartet

2006-06-08

Anfang Juni 2006 fiel der Startschuss für die kommerzielle Vermarktung des ersten allgemein empfangbaren TV-Angebots via Mobiltelefon in Deutschland. Das Angebot kann zunächst in fünf deutschen Städten genutzt werden.

In Stuttgart, Berlin, Köln, Frankfurt und München können die Besitzer eines DMB-tauglichen Handys nun vier TV- und zahlreiche Radioprogramme empfangen. Dazu zählen das ZDF, N24 sowie besonders für das Handy-Fernsehen produzierte Unterhaltungsprogramme von ProSieben und Sat.1. Zudem können alle über DAB (Digital Audio Broadcasting) frei verbreiteten Radiostationen sowie ein visualisiertes Programm des privaten Jugendsenders bigFM 2 see über das Handy gehört werden.

Das TV-Angebot steht in Deutschland ausschließlich bei debitel zur Verfügung. Denn debitel verwendet im Gegensatz zu den großen Mobilfunkanbietern nicht die DVB-H-Technik, die Platz für deutlich mehr Sender bietet, sondern das so genannte Digital Multimedia Broadcasting (DMB), eine Erweiterung des digitalen Radios DAB. Diese Technik ist bereits praktisch einsetzbar, aber zurzeit auf vier TV-Kanäle begrenzt. Für den DMB-Fernsehempfang werden bei debitel neben den Gebühren für das Mobiltelefon je nach Handy-Vertrag monatlich zwischen 9,95 und 14,95 Euro fällig. Das Mobilfunkunternehmen will das Handy- Fernsehen bis Mitte Juni auch in den Städten Hamburg, Hannover und Gelsenkirchen ermöglichen. Im Herbst sollen große Teile des Ruhrgebiets, Saarbrücken und Leipzig versorgt werden. Bereits 2007 will debitel das Angebot so ausweiten, dass drei Viertel der Bevölkerung in Deutschland Handy-Fernsehen mit dem DMB-Standard empfangen können. Das derzeit von debitel den Kunden angebotene passende Handy kostet 199 Euro. Handy-Fernsehen über DVB-H soll erst im kommenden Jahr kommerziell eingeführt werden.