Die Fußball-WM auf dem Handy
Wenige Wochen vor dem Start der Fußball-WM haben die Mobilfunkbetreiber nun WM-Pakete für ihre Kunden geschnürt. Dabei informieren sie über Tore, Ergebnisse und Turnier-Klatsch nicht mehr nur per SMS und MMS sowie WAP-Portal. Erstmals bei einer Fußball-Weltmeisterschaft gelangt das Geschehen auch als Handy-TV-Programm aufs Display – per UMTS-Stream.
Fußball soll dem lahmenden UMTS-Geschäft der Netzbetreiber auf diese Weise neuen Schwung zu verleihen. T-Mobile hat für die WM gleich einen eigenen Handy-Fernsehkanal geschaffen, in dessen Mittelpunkt die Live-Übertragung von 20 Begegnungen auf das Handy-Display steht. Nachrichten, Hintergrundberichte und Interviews sind bei dem Paket „T-Mobile FIFA WM Highlight“ zudem schmückendes Beiwerk. Der Dienst wird mit einer Monatspauschale von 7,50 Euro bepreist. Allerdings muss der Nutzer hoffen, dass sich in seiner Umgebung nicht allzu viele Fußball-Fans in dieselbe UMTS-Zelle einwählen wollen, sonst wird aus dem Fußballvergnügen schnell eine ruckelige Sache.
Vodafone und O2 haben zwar keine Live-Spiele zu bieten, aber WM-Fernsehen auf dem UMTS-Handy wollen auch diese beiden Mobilfunkanbieter ihren Kunden bieten. Vodafone liefert täglich eine Info-Sendung, einen Spielbericht sowie eine Tageszusammenfassung. O2-Kunden bekommen auf Wunsch neben Spielzusammenfassungen und Nachrichten auch Expertentalk und Interviews auf das Handy gestreamt.
Neben den TV-Angeboten setzen alle Mobilfunkanbieter auf bereits erprobte Infodienste. Kunden ohne UMTS-Handy oder in Regionen ohne UMTS-Versorgung können sich unterwegs per SMS und MMS über Spielstände, Ergebnisse sowie WM-Gerüchte und -Nachrichten auf dem Laufenden halten lassen. In den WAP-Portalen der Betreiber wird es darüber hinaus Live-Ticker zum Spielverlauf einzelner Partien geben.
Vodafone bietet seinen Kunden alle WM-Infos kostenlos an. Erst nach Ende des Turniers verlangt der Netzbetreiber Geld für Abonnements. Nutzer können sich dann nahtlos weiter mobil über die Bundesliga und die Champions League informieren lassen. Wer das nicht möchte, kann monatlich kündigen. Aufpassen sollten Kunden eher bei SMS- und MMS-Infodiensten. Bei diesen Angeboten berechnet E-Plus jede einzelne Nachricht. Aus dem Einzelpreis von 59 Cent für eine Bildnachricht zu einem Tor kann auf der Rechnung schnell ein hoher Betrag werden. Übersichtlicher sind auch hier pauschal bezahlte Services wie sie O2 und T-Mobile anbieten.


